Oblation und Aufnahme ins Oblatennoviziat
Heute, am Christkönigssonntag, war nicht nur einer der sechs Einkehrtage von unserer Oblatengruppe, sondern im Rahmen der sonntäglichen Vesper auch die Oblation von Herrn Majkell Marjakaj von Uznach und die Aufnahme ins Oblatennoviziat von Herrn und Frau Lindenthal von Leutkirch.
Abt Emmanuel ging in seiner Ansprache auch die Worte von Paulus an die Gemeinde von Kollossä ein, der heutigen zweiten Lesung. Paulus umschreibt Christus dabei als Erstgeborener der ganzen Schöpfung, als Haupt und wir als seine Glieder und als Erstgeborener von den Toten. Der Abt fragte anschliessend, wie wir diese starken und klaren Aussagen in eine Gesellschaft hineinlegen, in der das Ego bis in die Kirchen und klösterlichen Gemeinschaft hinein um sich greift? Diese Erfahrung, so der Abt Emmanuel, ist nicht nur negativ, sondern baut zugleich eine Spannung auf, die die Gottsuche belebt und zitierte dabei Johannes Hartl, der in seinem Buch „Gott ungezähmt“ schreibt: „Und glauben wir der Bibel, so ist Gott der ganz und gar Faszinierende. Der ganz und gar Erhabene. Der würdigste Gegenstand des Erschreckens, des Staunens und des Genusses. Doch all das geht verloren, wenn wir Gott verharmlosen. Wenn wir uns selbst in die Mitte stellen.“ Ja, Christus, der König, schenkt uns im Alltag das Erschrecken, das Staunen und der Genuss, seine Zärtlichkeit.




