Gemeinschaft

Der Konvent von St. Otmarsberg besteht zur Zeit aus 21 Mitbrüder im Alter zwischen 93 und 41 Jahren. Drei Patres wirken stationär als Missionare in Tansania und Kenia, Br. Andreas pendelt regelmässig zwischen Afrika und Europa.

Als Gemeinschaft vom St. Otmarsberg leben wir, wie es der hl. Benedikt sagt, „unter Regel und Abt“ (RB 1,2). Unser Ordensgründer entdeckte im christlichen Zusammenleben gerade jene Antwort auf die grosse Völkerwanderung des 6. Jahrhunderts, dessen Auswüchse er als Student in Rom kennen lernte. Deshalb soll eine klösterliche Gemeinschaft nicht bloss dem Einzelnen einer Kommunität Geborgenheit und Orientierung für sein Mensch- und Christseins geben, sondern die Kommunität als Ganzes war und ist berufen, darüber hinaus der Gesellschaft Stabilität bzw. Orientierung und „Zärtlichkeit“ zu verleihen. Dass diese Grundausrichtung heute nicht weniger aktuell ist, lässt uns die aktuelle Situation sofort erkennen.

Vorbild für die klösterliche Gemeinschaft ist dem hl. Benedikt die Urgemeinde, wie die Apostel sie nach der Auferstehung Christi prägten. Alles ist allen gemeinsam. Ziel all seiner Anordnungen für ein gemeinschaftliches Zusammenleben ist, wie es das Kapitel 72 mit folgenden Worten auf den Punkt bringt: Christus „führe uns gemeinsam zum ewigen Leben“ (V. 12). Diesem Ideal stellen auch wir uns als klösterliche Gemeinschaft vom St. Otmarsberg jeden Tag neu, im Wissen, dass es eine menschliche Wirklichkeit gibt und braucht, um in der „Werkstatt“ Gottes (vgl. RB 4,78) den mystischen Leib Christi immer tiefer zu erfahren.

 

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