Zu Gast im Kloster

„Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus, denn ER wird sagen: »Ich war fremd, und ihr habt Mich aufgenommen.«“ RB 53,1. Benedikt wünscht, dass man bei der Aufnahme von Armen und Fremden Eifer und Sorge zeigt, weil besonders in ihnen Christus aufgenommen wird, während sich das Auftreten der Reichen ja von selbst Beachtung verschaffe (vgl. 53,15). Die Gastfreundschaft, wie Benedikt sie versteht und seinen Mönchen eindringlich ans Herz legt, ist im Evangelium begründet, wie alles in der Regel des hl. Benedikt. Ein Benediktinerkloster ohne Gastflügel wäre deshalb undenkbar. Benedikt nennt diesen Trakt „Haus Gottes“. Der Gast wird als Geschenk für die Gemeinschaft angesehen, manchmal sogar als Bote Gottes, gekommen, um einer Gemeinschaft das Auge zu öffnen für Dinge, die sie nicht mehr sieht. Deshalb beteten die Mönche zur Zeit des hl. Benedikt bei der Aufnahme von Gästen: „Wir haben, o Gott, deine Barmherzigkeit aufgenommen inmitten deines Tempels.“ (Ps 48,10 = RB 53,14).

Die Begegnung mit dem Gast soll und kann zur gegenseitigen Bereicherung werden. So fühlen wir uns aufgerufen, die gelebte Gastfreundschaft für Jung und Alt, für Suchende und Fragende, für Zweifelnde und Dankende anzubieten und freuen uns auf Ihre Anfrage.

Auf dem Hintergrund der aktuellen Völkerwanderung und ihrer eigenen Problematik hat sich unsere Gemeinschaft entschlossen, einer Flüchtlingsfamilie eine Wohnmöglichkeit gratis zur Verfügung zu stellen. Doch der Hauptakzent unserer aktiven Flüchlingsarbeit sehen wir im Gebet und in der Hilfe vor Ort.

 


 

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