Not und Elend im Südsudan

Seit mehreren Monaten oder sogar Jahren werden wir täglich mit Bildern von Menschen auf der Flucht konfrontiert. Das Drama der Vertreibungen im Nahen Osten und in Afrika scheint kein Ende zu nehmen und für uns sind Möglichkeiten zur aktiven Hilfe beschränkt, da vor allem politische Lösungen vor Ort gesucht und errungen werden müssen. 
 
Nun erreichte unsere Abtei vor einigen Tagen ein Bittschreiben von Bischof Rudolf Deng Majak von der Diözese Wau im Südsudan. Ich habe mich nach Rücksprache mit den Mitbrüdern mit Bischof Rudolf in Verbindung gesetzt, worauf ich postwendend eine Antwort erhielt mit einer detaillierter Schilderung der Situation. Bischof Rudolf bittet ganz konkret um Euro 50‘000.- für die Ernährung von 150‘000 Kindern. Die Kinder sind – wie er schreibt – nicht nur vom Hungertod bedroht, sondern durch die Mangelernährung ist auch ihr Immunsystem geschwächt, was weitere Krankheiten befürchten lässt. Ebenso haben 400‘000 Kinder durch den Krieg den Anspruch auf Schulbildung verloren, was die Gefahr zur Kriminalität nicht mindert. Ebenso werden dieselben Kinder von den verfeindeten Gruppen zum Militärdienst angeworben. Selbstverständlich können sie damit dem Hungertod entrinnen, doch was sie in diesen Gruppen erwartet, brauche ich nicht näher zu erklären.
 
In seinem Schreiben erwähnt Bischof Rudolf auch die Friedensarbeit, in die er aktiv involviert ist. So war er in der vergangenen Woche (2. Osterwoche) zu Verhandlungen in Addis Abeba in Äthiopien. Doch die ausgehandelte Friedensvereinbarung zwischen der Regierung und den Rebellen wurde nicht unterzeichnet, da die Machtansprüche nach Ansicht der Parteien nicht geklärt sind.
 
Auf dem Hintergrund dieser Fakten, hat sich unsere Abtei entschieden, die Arbeit von Bischof Rudolf mit einem grösseren Betrag zu unterstützen. Darüber hinaus erlaube ich mir, Ihnen dieses Schreiben bekannt zu machen, mit der höflichen Empfehlung, das Projekt zu prüfen. Das Schreiben von Bischof Rudolf finden Sie hier.
 
Allfällige Spenden können Sie auf das Konto unserer Missionsprokura überweisen. Gerne leiten wir die eingegangen Spenden vollumfänglich an Bischof Rudolf weiter. Ebenso erhalten Sie für jede überwiesene Spende von uns eine Bestätigung. Selbstverständlich steht es Ihnen auch frei, Ihre Spende direkt Bischof Rudolf Deng Majak zukommen zu lassen.
 
Im Namen der Mitbrüder danke ich Ihnen für eine wohlwollende Prüfung dieser konkreten Flüchtlingshilfe vor Ort. Gerne stehe ich Ihnen für weitere Auskünfte zu Verfügung und bedanke mich bereits jetzt für jede Gabe!

Mit freundlichen Grüssen!
Abt Emmanuel Rutz osb
 

 
Liebe WohltäterInnen

Seit gut einem Jahr unterstützen Sie mit uns die Flüchtlingsarbeit von Bischof Rudolf Deng Majak und seinem Team im Südsudan. Da es aus Sicherheitsgründen nach wie vor nicht möglich ist, vor Ort die Arbeit und das Dienen der Diözese Wau zu begleiten, liess uns Bischof Rudolf zwei Videos zukommen. Das erste gibt uns Einblick in die Feier der hl. Eucharistie mit Bischof Rudolf und das zweite zeigt uns das Leben in und um ein Flüchtlingslager, wo die Diözese Wau mit unseren Spendengeldern humanitäre Hilfe leistet. 

Gerne lasse ich an dieser Stelle die Dankbarkeit, die Bischof Rudolf mir gegenüber immer wieder zum Ausdruck bringt, Ihnen zukommen. Zugleich darf ich Sie weiterhin um Ihr Gebet und Ihr Teilen mit den Menschen vor Ort bitten. Damit leisten wir die effizienteste und nachhaltigste Flüchtlingshilfe. Die Menschen bleiben in ihrem gewohnten gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld, sie werden nicht Opfer von Schlepperbanden, die Tausende von Euros einkassieren und nach Beendigung des Konfliktes sind die Flüchtlinge vor Ort, um am Aufbau des Landes beizutragen.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Verbundenheit!
+ Emmanuel osb

Informationen für die Überweisung durch die Abtei

Benediktiner – Missionare Uznach
St. Otmarsberg 1  8730 Uznach
Postkonto: 90-6990-0
BIC: POFICHBEXXX   IBAN: CH02 0900 0000 9000 6990 0
Vermerk: Südsudan
 

 


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