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Aktuelles

Das wahre Licht sehen und verteilen

Einkehrtag für Blinde und Sehbehindert
Der Odilientag ist unserer Abtei seit jeher ein Hochfest, da unsere Erzabtei und die ganze Kongregation von uns Missionsbenediktiner der heilige Odilia geweiht sind.

Der Odilientag ist unserer Abtei seit jeher ein Hochfest, da unsere Erzabtei und die ganze Kongregation von uns Missionsbenediktiner der heilige Odilia geweiht sind. Doch seit einigen Jahren feiern wir diesen Festtag mit Blinden und Sehbehinderten.

Papst Franziskus schrieb in seinem Schreiben zum Heiligen Jahr folgende Worte: «Es darf nicht an umfassender Aufmerksamkeit für diejenigen fehlen, die unter besonders schwierigen Lebensbedingungen die eigene Schwäche erfahren, insbesondere, wenn sie an Krankheiten oder Behinderungen leiden, die ihre persönliche Autonomie stark einschränken. Für sie zu sorgen ist wie ein Lobgesang auf die Menschenwürde, ein Lied der Hoffnung, dass das Zusammenspiel der gesamten Gesellschaft erfordert.» Unter diesem Leitwort freute es Abt Emmanuel wiederum eine Gruppe Blinder und Sehbehinderter zum Einkehrtag zu begrüssen. Beim gemeinsamen Gottesdienst in der Krypta, der musikalisch von Herrn Daniel Burri begleitet wurde, lenkte der Abt in seinem Predigtwort wie das wahre Licht gesehen und verteilt werden kann. Aufbauend auf der aktuellen Tischlesung über Johannes vom Kreuz verwies er auf das starke Bild des Mystikers vom Feuer, das ein nasses Holzscheit verwandelt. Was zu Beginn durch die Hitze Wasser herausweint, Rauch und Schlacke hervorbringt, um dann allmählich in Wärme, Trockenheit und Leichtigkeit verwandelt wird, prägt auch unser Leben. Wer Wandlung, Verwandlung zulässt, darf diese starke Mystik am eigenen Leib erfahren.

Nach dem Mittagsgebet mit der Klostergemeinschaft versammelten sich alle zum gemeinsamen Mahl im Gallussaal. Unterbrochen war das Essen durch musikalische Beiträge, einigen Bildern vom Generalkapitel zu Beginn dieses Jahres in Südkorea und einer Geschichte eines Blinden, die er gekonnt erzählte.

Alle waren sich einig: Nächstes Jahr wiederum am 13. Dezember!

 

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