Bildungshaus für Afrikaner - Zakeo 

Seite Jahren engagiert sich die Abtei Ndanda im Südosten Tansanias in der Bildungsarbeit für Laien, Ordensleute und den Klerus. Um die Mitte der 1990-er Jahre machte P. Severin Pieper die ersten Schritte in tansanianischer Bildungsarbeit in einem einfachen Gebäude nahe der Abteikirche, die den Menschen in den drei Dimensionen von Geist, Leib und Seele im Blick hatte. Damit war er auf dem afrikanischen Kontinent der Zeit weit voraus.

Auf dem Hintergrund der steigenden Nachfrage entschieden sich die Mitbrüder von Ndanda zu Beginn des neuen Jahrtausends für einen Neubau etwas ausserhalb des Abteigeländes, so dass ein geschützter Raum für Einkehrende und Kursteilnehmer gewährleistet werden kann. Nach afrikanischer Tradition baute man eine komplette Anlage mit mehreren Kleinhäusern, so dass die nötigen Gäste, wie auch das Personal Unterkunft finden. Die Pläne entwarf Br. Andreas Kurzendorfer, der auch den Bau ausführte. Bis wenige Monate vor seinem Tod im Jahre 2015 war P. Severin der Leiter des Bildungshauses. Doch bereits Jahre zuvor förderte er den einheimischen Mitbruder, P. Christian Temu. Dieser war während Jahren Sekretär unserer Kongregation in St. Ottilien und hatte die Möglichkeit, an einem mehrjährigen Kurs für kirchliche Bildungsarbeit teilzunehmen, so dass er nach seiner Rückkehr vor drei Jahren das Haus Zakeo übernehmen konnte und inzwischen aktiv und mit Erfolg in seinen Händen hält. Neben dem allgemeinen Angebot von Kursen, Exerzitien, Tage der Stille und persönlicher Begleitung gilt ein Schwerpunkt allem voran der Bildungsarbeit der zahlreichen einheimischen Schwestern. Sie sind es, die eine Vielzahl caritativer Projekte in den Pfarreien etc. mittragen, doch sehr selten einen verantwortungsvollen Blick auf ihr geistliches wie auch leibliches Wohlergehen werfen. P. Christian und sein Team nehmen sich mit grosser Verantwortung diesem sehr wichtigen Anliegen an.

Die nun geplante Erweiterung der Anlage bringt nicht nur eine ruhigere Atmosphäre in das Areal des Bildungshauses, sondern ermöglicht auch die Erweiterung der Kapazität. Der geplante Neubau entsteht ausserhalb der Anlage und soll zwei Familien von Mitarbeitern ein Zuhause geben. Bis jetzt bildet ihr familiärer Alltag eine Einheit mit den Kursteilnehmern, was auf dem Hintergrund der gewünschten Atmosphäre von Stille und Einkehr als nicht ideal erscheint. Gerne waren wir bereit, dieses zukunftsorientierte Projekt zu übernehmen, um damit die Abläufe zu optimieren und zugleich der steigenden Nachfrage eine Antwort zu geben. Möge diese innovative Bildungsarbeit vielen Männern und Frauen dienen. Der detaillierte Kostenvoranschlag beläuft sich auf SFr. 62‘000.-


16. Juli 2018 Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen, sehen Sie im Anhang einige Bilder

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