Altar, Ambo und Tabernakelstele

Altar, Ambo und Tabernakelstele sind, wie die Benediktusmedaille, von Herrn Anton Egloff entworfen. Auch sie sind – wie die Benediktusmedaille – aus Stuckmarmor geschaffen und prägen den Altarraum nicht nur durch die markanten Formen, sondern auch mit der Farbgestaltung. Lassen wir den Künstler, Herrn Egloff, mit den eigenen Worten aus einem Interview selber sprechen: 

Wie sehen Sie Ihre Arbeit im Rahmen der Architektur?
Egloff: Architektur ist das Gestalten von Licht. Mit meinen Körpern wollte ich das Licht weiter modulieren und dadurch noch erfahrbarer machen, es in eine körperliche Nähe bringen. Die verschiedenen Elemente, die ich geschaffen habe, sind auch nicht nur zweckmässig; ihre Grösse und Form ist in Bezug auf den Gesamtraum zu sehen. Die kubischen Formen (die Körper) mit ihren Farben schaffen zum (runden) Raum eine Polarität. Es sind sehr einfache, „selbstverständliche“ Formen, aber sie sind das Ergebnis eines langen Weges.
 
Ich stelle mir vor und möchte wünschen, dass man in den „Bildraum“ hineingeht, in ihm umhergeht, sich vielleicht irgendwo hinsetzt, meditiert, betet … und so sich selber im Raum fühlt, spürt und erlebt. In dem so gestalteten Raum soll der Mensch zur Geltung kommen.
 
Die von Ihnen gestalteten Elemente sind farbig. Welche Bedeutung hat für Sie als Bildhauer die Farbe?
Egloff: Es war schon immer mein Wunsch, einen Farbraum zu gestalten, der atmet; einen Raum, in dem es einem wohl ist. Meine Arbeiten leben vom Raum und von den Bewegungen im Raum. Die Körper bilden Flächen, die in einer bestimmten Richtung im Raum verlaufen und räumlich so Tiefe und Strahlkraft erhalten. Es war mir wichtig, dass sich die Farben aus dem Material (Stuckmarmor) heraus entwickeln.
 
Sie haben sich bei der Realisierung Ihres Konzeptes für eine alte Technik, für Stuck-Marmor entschieden. Wie kamen Sie gerade zu dieser Technik?
Egloff: Stuck-Marmor ist in der Tat eine uralte Technik; wir kennen ihn z.B. aus dem alten Ägypten, auch aus Knossos usw. Ich wählte dieses Material, weil es modellierbar ist und die Farbe, wie ich schon angedeutet habe, aus der Tiefe heraus wirkt. Es ergibt eine andere Aussage und einen anderen Raumbezug, je nachdem, ob man wie beim Stuck etwas von innen heraus aufbaut, oder wie beim Stein etwas von aussen wegnimmt.
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